Zum Nachlesen und Nachhören

Beim Deutschlandfunk hat Johann Gottfried Seume offenkundig gute Freunde. Das Jahr 2015 war nur einen Tag jung, da sandten sie der Hörerschaft bereits einen seumigen Beitrag. Und am 29. März sorgten sie für den nächsten. Nachzulesen und nachzuhören im Internet unter:
>> http://www.deutschlandfunk.de/begebenheiten-ohne-italien-gehts-nicht-in-die-kiste.1247.de.html?dram:article_id=303601 <<
beziehungsweise
 >> http://www.deutschlandfunk.de/feature-auf-seumes-fersen-von-der-bewegung-des-denkens-im.866.de.html?dram:article_id=312825 <<

Bei der erstgenannten Sendung handelt es sich um einen Beitrag von Friedrich Christian Delius, dessen Roman „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ im Jahr 1995 im Rowohlt-Verlag erschienen ist. „Ohne Italien geht’s nicht in die Kiste“ heißt das Feature, das der Deutschlandfunk am 1. Januar ausstrahlte.

Dessen Untertitel „Die Reise des Klaus Müller von Rostock nach Syrakus im Jahr 1988“ gibt den Skeptikern recht, die schon immer einen wahren Hintergrund des Romans vermutet haben. Dieser Seume-Fan kommt in der Sendung sogar selber zu Wort. Als Berichterstatter in eigener Sache (Klaus Müller: „Gehen um zu bleiben, Aus der DDR nach Italien – und zurück“, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2014) beweist er übrigens, dass er eigentlich keinen Ghostwriter benötigt hätte.

Im zweitgenannten Feature „ Auf Seumes Fersen -  Von der Bewegung des Denkens im Gehen“ hören wir sogar mehrere Autorinnen bzw. Autoren persönlich: Brigitte Kronauer, Gert Heidenreich, Christian Kortmann - und mit Wolfgang Büscher ein Träger des Seume-Literaturpreises. Sie alle outen sich als Nachläufer und Nachgeher von Johann Gottfried Seume. Der wird denn auch eifrig zitiert. Genauso wie etwa Jean-Jacques Rousseau und Michel de Montaigne. Vom letzterem stammt mein Lieblingszitat: Nie habe ich so viel nachgedacht, nie war ich mir meines Daseins, meines Lebens so bewusst, nie war ich sozusagn mehr ich selbst auf Reisen, die ich allein und zu Fuß gemacht habe."

Karl Wolfgang Biehusen


 

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