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Mit Seume in Hamburg

Blick über die Trostbrücke in Hamburg (K. W. Biehusen)

Ein Reporter war er nicht
von Karl Wolfgang Biehusen

Einleitung

Johann Gottfried Seume hat Hamburg nur ein einziges Mal besucht. Und zwar gegen Ende jener Tour, die ihn rund um die Ostsee führte und ihren Niederschlag in dem Buch „Mein Sommer 1805“ fand. Von 222 Druckseiten sind nur etwas mehr als fünf Seiten Hamburg, den Hamburgerinnen und den Hamburgern gewidmet. [1] Mehr braucht ein aufmerksamer Leser nicht, um Seume kennenzulernen: als gewieften Autor, als engagierten Aufklärer und als ein verblüffend selektiv recherchierender und schreibender Autor.

Hauptteil

An welchem Tag er in Hamburg eintraf und wie viel Tage er dort verbrachte, lässt Seume in seinem „Reisebericht“ offen. Dafür erfahren wir, dass er schon auf dem Weg dahin auf einige ihrer Bürger traf: „Zwischen Hamburg und Lübeck, ungefähr in der Mitte des Weges, ist ein Gasthaus, wo die meisten Gesellschaften zu speisen pflegen. Das taten wir denn auch, mein Landsmann Schmidt und ich. Es war in der Gaststube schon eine Gesellschaft von Herren und Damen aus Hamburg…..“ schreibt Seume und fährt fort: „Ich glaubte, wir würden die Ehre haben zusammen zu sein: das geschah aber nicht“.[2]

Seume ist sauer. Er fühlt sich in einen „subalternen Stand“ versetzt – und verletzender konnte man den Aufsteiger aus Poserna kaum treffen. Richtig zornig wurde er jedoch, als die dünkelhaften Hanseaten, die sich in ihrer Gaststube „eine abgesonderte Tafelmusik“, gegönnt hatten, nach Ende des Privatkonzerts „die Musikanten zur Mitbezahlung“ den unfreiwilligen Mithörern im Untergeschoß auf den Hals hetzen.

Autoren können sich schriftlich rächen. Und damit begann Seume in den folgenden Zeilen umgehend: „Das war kein guter Vorgeschmack. Wenn es so fort geht, dachte ich, so hätte Noahs Mittelster sein Tabernakel lieber bei den Kamdschaden aufschlagen können.“ [3] Als Leser begreife ich zwar, dass mich nunmehr Seumes Ein- und Auftritt in Hamburg erwarten wird. Und das der beleidigte Sachse nicht nur Schmeichelhaftes berichten wird.

Aber ich fühle mich sogleich in einen „subalternen“ Bildungsstand versetzt. Jedenfalls benötige ich die Fußnote der sorgfältig editierten Klassiker-Ausgabe der „Sommerreise“, um zu begreifen, dass mit „Noahs Mittelster“ der zweite der drei Söhne des biblischen Archenbauers gemeint ist und dass dieser Sohn Ham hieß.

Gewisse Botschaften zu verschlüsseln war und ist sicherlich üblich und nützlich, wo die Zensur mitliest. Aber wenn Seume den Namen von Hamburg glaubt chiffrieren zu müssen, dann muss er andere Gründe haben. Wollte Seume mein Bildungsniveau prüfen oder sein Bildungsniveau demonstrieren?

Wie auch immer: die skurrile Herleitung ist auf jeden Fall falsch. der Name „Hamburg“ verweist auf eine Burg, die bei einer Flussbiegung oder bei einem Waldgebiet liegt [4] Mit dem „Tabernakel“ und den „Kamdschaden“ will ich mich jetzt nicht aufhalten, trete nach und berichte: Seume hat, oft und auch im „Sommer 1805“ Ausflüge in die Etymologie unternommen – und sich gelegentlich verlaufen.

Wir folgen Seume nunmehr ins Zentrum der „Freie(n) und Hansestadt Hamburg“, bis zur „Trostbrücke“. Sie überspannt, wie schon bei Seumes Besuch, einen Graben, das „Nikolaifleet“. Auf ihr stehend erblicken wir den Sitz der „Patriotischen Gesellschaft“ und, im rechten Winkel dazu an der Straße namens „Neß“ eine Filliale der Commerzbank. [5] Seume konnte, auf Ihr stehend, das damalige Rathaus, geschmückt mit Skulpturen Deutscher Kaiser, sehen. Und schräg gegenüber, am Neß, den „Kaiserhof“.

„In Hamburg brachte man mich allen Kaisern am Rathaus gegenüber, in das große Gasthaus, das, glaube ich, Kaisers Hof heißt“ [6]. Schreibt Seume. Wenn jemand heute im Berliner Hotel „Adlon“ logieren und später behaupten würde, dessen Namen vergessen zu haben, würde ihm das niemand abnehmen. Wenn Seume behauptet, sich des Namens des Hamburger Vorzeige-Gasthauses „für hohe Gäste“[7], dem „Kaiserhof“ (auch „Kayserhof“) mit seinem prachtvollen Renaissance-Giebel nur vage zu erinnern, dann hat er Gründe dazu. Aber welche? Ich unterstelle, dass es dem Schriftsteller Seume um die Pflege seines Images als rustikaler Naturbursche ging. Und dazu passt diese Adresse nicht. [8]

Offenkundig logierte Seume in Hamburg weder billig noch spontan (…man brachte mich unter…). Die Vermutung liegt nahe, dass ihn dort (hilf-)reiche Menschen erwartet haben und zu jenen Persönlichkeiten gehören, die er anschließend traf. Einige von ihnen erwähnt er sogar. Allen voran Johann Albert Heinrich Reimarus (1729 – 1814), einen der bis heute bekanntesten Protagonisten der „Hamburg-Aufklärung“, nicht zufällig Mitglied der „Patriotischen Gesellschaft“ und Freimaurer. In den Vordergrund aufklärerischer Vereinigungen traten um die Mitte des 18. Jahrhunderts „die Geheimgesellschaft der Freimaurer und die sog. Patriotischgemeinnützigen Gesellschaften“ [9]. Einer ihrer Hamburger Treffpunkte war der Kaiserhof, wo 1743 die „Loge St. Georg zum Kaiserhof Hamburg, No. 196“ gegründet wurde.

Warum nur vermeidet Seume ausgerechnet in Hamburg ein konkretes Bekenntnis zu dem Projekt Aufklärung und seinen Trägern? Die Idee Aufklärung steht schließlich unübersehbar im Mittelpunkt des Wirkens und Strebens von J.G. Seume. Er fand sogar eine besonders eindrucksvolle Definition:

„Aufklärung ist richtige volle bestimmte Einsicht in unsere Natur, unsere Fähigkeiten und Verhältnisse, heller Begriff über unsere Rechte und Pflichten und ihren gegenseitigenZusammenhang. …“ [10].

Seume hat aus seinem Engagement für das Projekt Aufklärung keinen Hehl gemacht. Auch nicht in „Mein Sommer 1805“[11]. Er sucht spürbar die Bekanntschaft mit deren Protagonisten und rühmt sich ihrer. Aber er lässt sie (und sich) zumeist ob individueller, vorzugsweise charakterlicher Vorzüge glänzen. Dass sie in ideellen und materiellen Strukturen handeln (z.B. korrespondieren) übersieht oder verschweigt Seume.

Sollte Seume die Sorge vor Zensur dazu bewogen haben, konkrete Begriffe wie „Aufklärung“, „Patriotische Gesellschaft“ und „Freimaurer“ zu vermeiden oder im Subtext zu verbergen? Tatsächlich erregte sein Bericht gleich nach ihrem Erscheinen den Argwohn europäischer Fürsten. Der Druck und Vertrieb von „Mein Sommer 1805“ wurde in Rußland, in Teilen Süddeutschlands und in Österreich verboten[12]. Allerdings nicht in Hamburg. Und das war auch kaum zu erwarten in einer Stadt-Republik, die im 18. Jh. und darüber hinaus als ein Zentrum der Aufklärung, nicht nur im Deutschen Reich, galt. Die „Hamburger Aufklärung“ ist bis heute ein Begriff. Bereits im Jahr 1713 erschien in Hamburg eine Zeitschrift unter dem eindeutig aufklärerischen Namen „Der Vernünftler“ – als erste deutsche Wochenzeitung überhaupt. Die Wochenzeitung für heutige Intellektuelle, „Die Zeit“, berief sich noch 200 Jahre später auf dieses Vorbild [13].

Ein führender Kopf der „Hamburger Aufklärung“ war der Gymnasialprofessor Hermann Samuel Reimarus (1694 – 1768) gewesen. Sein öffentliches Engagement hatte ihn schon zu Lebzeiten zur Legende gemacht. Eine bleibende Spur hat er indirekt in der Literatur hinterlassen – durch seine religionskritische Schrift „Apologie oder Schutzschrift für die Vernünftigen Verehrer Gottes“, die Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) später zur Niederschrift des Aufklärungs-Dramas „Nathan der Weise“ veranlasste.

Das unveröffentlichte Manuskript der Apologie war Lessing in seiner kurzen Zeit als Dramaturg und Berater des Hamburger Schauspielhauses die Hände gefallen. Häppchenweise belieferte er später die staunende Welt und die entsetzten Hamburger Lutheraner von Wolfenbüttel aus mit dem revolutionären Inhalt der Reimarus-Arbeit, getarnt als „Fragmente eines Unbekannten“. Und entfesselte damit an der Alster den sogenannten „Fragmentenstreit“: von 1774 bis 1780 tobte eine Art Religionskrieg in Hamburg, der erst abflaute, als der Wortführer der Bibel treuen Orthodoxen, Pastor Goeze, erschöpft aufgab.

Mit keinem Wort erwähnt Seume dieses Kapitel der Aufklärungsgeschichte in seinem Bericht aus und über Hamburg. Dabei müsste er spätestens bei seinem Besuch an der Elbe von ihr erfahren haben, rühmt er sich doch seines Umgangs mit den Intellektuellen vor Ort. Vor allem habe er im Haus des „Patriarchen“ Reimarus verkehrt.

Bei diesem „Patriarchen“  handelte es ich um den Sohn des Religionskritikers, um den Arzt (und Freimaurer) Johann Albert Heinrich Reimarus (1729 – 1814). Er war in Kreisen der Aufklärer über Hamburg hinaus u.a. durch die Umsetzung ihrer Ideen in die Praxis bekannt. Angeblich ist er beispielsweise maßgebend bei der Verbreitung der Pockenimpfung verantwortlich.

Fast mehr als sein Vater scheint er zudem eine bedeutende Rolle im öffentlichen Leben Hamburgs gespielt zu haben: „Das Haus der Familie Reimarus war in Hamburg bekannt als Ort der geistvollen, aufgeklärten Geselligkeit – einer Geselligkeit, die zum guten Teil von dem Wissen und dem Witz der gastgebenden Frauen des Hauses lebte, der Schwester des jüngeren Reimarus, Elise, und seiner Ehefrau Sophie.“[14]

Interessanter Weise erwähnt Seume die beiden Damen nicht. Im Umgang mit Frauen hatte er zwar bekanntlich oft Probleme, aber vor allem Christina Sophia Louise Reimarus (1742-1817) hätte (oder hat) ihm viel zu erzählen gehabt. Diese Ehefrau des „Patriarchen“ unterhielt enge briefliche Verbindungen zu zahlreichen Aufklärer, zum Beispiel zu Adolph Freiherr Knigge (1752–1796) in Bremen. Dessen Bedeutung für das Projekt Aufklärung war groß. Als Mitbegründer des „Illuminatenordens“ geriet er ins Visier deutscher (insbesondere bayerischen) Obrigkeiten, die diese Organisation als potentiell revolutionär kriminalisierten. War Seume vielleicht deshalb um eine gewisse Distanz zu den Hamburger Intellektuellen bemüht?

Zumindest hätte die „Saloniere“[15] „Sophie“ Reimarus dem Reporter Seume ein paar hübsche Hamburger Andekdoten erzählen können. Etwa den Bericht von dem legendären „Freiheitsfest“. Zu ihm hatte der schwerreiche Hamburger Kaufmann und Mitbegründer der Loge „St. Georg zum Kaiserhof“, Georg Heinrich Sieveking (1751 – 1799), dessen Frau eine geborene Reimarus war, am 14. Juli 1790 etwa 80 Kaufleute, Grundbesitzer und Gelehrte in den Garten seiner Villa an der Alster eingeladen um den ersten Jahrestag des Sturms auf die Pariser Bastille zu feiern. Mit Tanz und Gesang. „Es war“ notierte Frau Reimarus anschließend, „als ob ein Ton gerührt wurde, womit alles, alles einstimmte…“. Der gemischte Chor habe bei dieser Gelegenheit ein „Freiheitslied“ aus der Feder des Gastgebers geschmettert [16]:

„Freie Deutsche, singt die Stunde,
Die der Knechtschaft Ketten brach.
Schwöre Treu dem großen Bunde
Uns`rer Schwester Frankreich nach.“

Wer weiß, vielleicht war es ein Hamburger Kaufmann, der die Erstürmung der Bastille als Beginn der französischen Revolution definierte. Zum Nationalfeiertag der Franzosen brachte es der 14. Juli jedenfalls erst 1880.

Von Seume lesen wir kein Wort über dieses Ereignis. In Hamburg, wie allenthalben auf seinen Reisen, zeigte sich Johann Gottfried Seume stattdessen am Theaterwesen interessiert und über dessen Geschichte informiert. In Hamburg hatte er offenbar auf ein besonderes Erlebnis gehofft – und wurde enttäuscht: „Die hiesige Theatergesellschaft habe ich unter aller meiner Erwartung gefunden: und wenn ich nicht genau wüßte, daß noch vor kurzem Schröder hier war, so würde ich durchaus nicht glauben, daß noch mehrere darunter sind, die seine Leitung genossen haben. Gefolgt sind sie ihr gewiß nicht.“ [17]

Nicht nur die Schauspielerinnen und Schauspieler haben ihm nicht gefallen. Er bemängelt, auch die „jämmerlich zerbrochenen Sitzbänke“ und echauffiert sich über die Ein- und Ausgänge des Theaters: „… man findet in dem letzten pohlnischen Winkel kaum solche Winkel, als hier die beiden Schluchten, durch die man eingeht und ausgeht.“ [18]. Mit einem Seume-Wort: „Das Theater ist schlecht, äußerst schlecht für Hamburg.“ [19]

Die Tiefe der Enttäuschung dürfte der Höhe der Erwartung entsprochen haben. War doch das Opern- und Theaterhaus am Gänsemarkt doch 1785 ausdrücklich „im Geist der Aufklärung“ [20] gegründet worden. Als erste deutsche Einrichtung dieser Art im deutschen Sprachraum: von Bürgern für Bürger. Zwei Jahre später wurde es sogar, als erstes im deutschen Reich, zum „Nationaltheater“ erklärt. Lessings Denkmal erinnert auf dem Gänsemarkt an diesen Teil der deutschen und Hamburger Theater-Geschichte.

Von Beginn hatte diese Einrichtung unter finanziellen Schwierigkeiten gelitten. Etliche Eigentümer und Direktoren nacheinander waren an der Tatsache gescheitert, dass sie ohne fürstlichen Sponsor auskommen mussten - und mit Aufklärung kein Geschäft zu machen war. Vergleichsweise erfolgreich als Träger des Nationaltheaters ist ein gewisser Friedrich Ludwig Schröder (1744-1816) gewesen, den Seume erwähnt.

Dieser „Manager“ prägte „während seiner Direktorate von 1771 bis 1780, von 1785-1800 und noch einmal 1811 die hamburgische Bühne entscheidend….“[21]. Schröder hatte nicht nur auf dieser Bühne aufklärerisch gewirkt, sondern auch in dessen Umfeld. Er habe, heißt es, viel zur Eingliederung der Scheuspieler und Schauspielerinnen in die bürgerlichen Gesellschaft geleistet und dafür gesorgt, dass sich auch Angehörige der „niederen Stände“ einen Theaterbesuch leisten konnten: er gewährte Dienstboten freien Eintritt [22].

Aufklärung und Kommerz – das konnte nicht gut gehen. Schon gar nicht in Hamburg, wo das Publikum, „welches fast ganz aus Kaufleuten besteht“ [23] zwar höchste Ansprüche erhebe, „ohne jedoch die sonst so betonten ökonomischen Voraussetzungen zu beachten“ [24]. Vom Theater „wurde Unterhaltung und Vergnügen erwartet…“, nicht aber Aufklärung[25] . Möglicherweise waren es Überlegungen dieser Art, die Seume zu der Erkenntnis brachten, dass der „Merkantilismus“ der Aufklärung im Wege steht, die zu den Ergebnissen seines Aufenthalts in Hamburg zählt. 

Man gab bei seinem Besuch gerade den „Amtmann Riem“ von August Wilhelm Iffland (1759 – 1814), der seinerzeit am Gänsemarkt als Schröders Nachfolger amtierte. Diesen damals wie heute berühmten Schauspieler und Theatermacher persönlich kennengelernt zu haben rühmt sich Seume. Er habe Iffland nicht nur auf der Bühne getroffen, sondern vielmehr „auch einige Stündchen mit ihm bei ihm und bei mir verbringen“, wie er selbstgefällig notierte [26].

So wenig Seume die Bedeutung und sichtbaren Folgen der „Hamburger Aufklärung“ würdigt, so nachdrücklich schmückt er sich mit der Bekanntschaft ihrer Protagonisten (soweit sie männlichen Geschlechts waren). Seume hat, nicht zuletzt in seiner „Sommerreise“ ungezählte Hinweise auf die Tatsache geliefert, dass der Begriff „Namedropping“ bereits zu seiner Zeit bekannt war, wenn auch nicht die Vokabel.

Nicht immer, aber gelegentlich drängt sich bei der Lektüre seiner Texte die Vermutung auf, Seume habe sich Bedeutung leihen wollen. Auf diese Weise, wie auch mit markigem Auftritt in Wort und Schrift verrät er freilich eher Mängel im Selbstwertgefühl. „… übererregtes Verlagen nach Anerkennung durch die Aufnahme in die besseren Kreise“ attestiert ihm sein Biograph Bruno Preisendörfer durchaus verständnisvoll – und bescheinigt Caroline Herder, diesen Zusammenhang erkannt zu haben: Seume sei ein “eitler Mensch, der etwas sein will“[27] hat sie ihren Zeigenossen bekanntlich abgekanzelt.

Auch ohne diesem Ansatz im Kopf ist es aufschlussreich und spannend, sich mit den Namen zu beschäftigen, die Seume fallen lässt – und mit jenen, die er verschweigt. „Unser guter Hofmann, der Patriarch Reimarus, Wächter und Körner und einige andere wackere Leute machten mir die Tage in Hamburg viel kürzer, als sie im Kalender stehen; und ich ärgere mich fast, daß ich schon davon reisen sollte, da ich nur so eben mich ein wenig besser orientiert hatte.“ [28] Vier Namen „wackerer Leute“ erwähnt Seume in einem Satz, deren Träger ihm, so scheint es, vor allem als unterhaltsame Fremdenführer gedient haben. Den Herrn Körner haben selbst die Autoren der Klassiker-Ausgabe von Seumes nicht ermittel können, die den Herrn Hofmann immerhin als Buchhändler ausmachten.

Eine nähere Recherche wert ist Georg Phillipp Ludwig Leonhard Wächter (1762 – 1837),  von dem besagte Quelle weiß, dass es sich bei ihm um einen Theologen handelte, der sich als Schriftsteller Veit Weber nannte. Es dürfte spannend sein herauszufinden, wann und wo Seume diesen Mann kennenlernte. Denn die Beiden waren nicht nur fast gleichaltrig: ihre Biographie weißt Parallelen auf – nur das Wächter erfolgreicher war. Beide hatten Theologie studiert und waren zeitweilig Soldaten gewesen. Nur dass Wächter auf der „richtigen“ Seite kämpfte, in der französischen Revolutionsarmee. Beide wurden Schriftsteller, „Veit Weber“ sogar ein sehr erfolgreicher. Seine „Sagen der Vorzeit“ wurden u.a. ins Englische übersetzt und inspirierten angeblich Walter Scott. Wie Seume verdiente der Hamburger sein Geld zeitweise als Lehrer, allerdings in fester Anstellung. Zuletzt wurde er Bibliothekar an der Stadtbibliothek seiner Heimatstadt. [29]

Als Experte für Hamburger Geschichte dürfte Wächter seinem Kollegen nützlich gewesen sein. Aber auch, weil er gut in der Stadt vernetzt war. Letzteres gilt erst recht für den bereits erwähnten „Patriarchen Reimarus“. Er war (1765) der maßgebliche Mitbegründer der „Patriotischen Gesellschaft“ auf die sich alle deutschen Bürgerinitiativen berufen – oder berufen könnten. Es gibt sie noch heute und residiert dort, wo zu Seumes Zeit das Hamburger Rathaus stand. Ihr Wahlspruch lautet (seit 1768): „Emolumento Publico“ – dem Wohl der Allgemeinheit [30].

„Zum ersten Mal vereinigten sich Angehörige verschiedener Stände und Berufe, Akademiker und Kaufleute, an der Selbstverwaltung beteiligte und von ihr Ausgeschlossene zu gemeinnütziger Arbeit“ [31] Etliche bis heute wirksame Hamburger Institutionen gehen auf Initiativen und Gründungen der Patriotischen Gesellschaft zurück. Etwas das „Museum für Kunst und Gewerbe“, die „Hochschule für bildende Künste“ und das Rettungswesen: Bereits 1768 gründete sie die „Rettungsanstalt für im Wasser verunglückte Menschen“[32].

Kein einziges Wort verliert Seume über diese und andere Errungenschaften der Aufklärung. Statt etwa das fortschrittliche Rettungswesen zu rühmen, ereifert sich auf einer der sechs Hamburg gewidmeten Druckseiten über den seeräuberischen Missbrauch des Strandrechts in Blankenese – der, wie er selber erwähnt, schon damals der Vergangenheit angehörte.

Erwähnenswerter erscheint es Seume hingegen, dass er die „bekanntlich guten Mahlzeiten der Hamburger“ goutiert habe - und relativiert sofort, man überträfe den Hamburger Luxus „hier und da“. [33] Die Botschaft ist deutlich, aber nur bedingt informativ: Ein weltgewandter Gourmet winkt mit dem Zaunpfahl: Ich weiß was Luxus ist!

Seume hatte vermutlich keinen Zugang zu den Tafeln der reichen Hamburger Kaufleute, deren Landsitze am Elbufer er auf dem Weg nach Blankenes bewunderte („Jetzt bauet man überall, und die Hamburger Landhäuser machen schon eine lange Reiher schöner Anpflanzungen….“ [34]). Hätte er mit mit Angehörigen des Geldadels gesprochen – statt sie zu schmähen - dann wäre ihm aufgefallen, dass etliche Protagonisten der „Hamburger Aufklärung“ aus diesem Kreis stammten (und bestimmt lecker tafelten).

Dann hätte er eine Beobachtung ganz anders interpretieren müssen, die er zum Anlass für eine zentrale Passage seiner Ausführungen über Hamburg genommen hat. Sie beginnt mit der Aussage:  „Die Stadt ist mir zu groß und zu enge und zu finster, nur wenige Quartiere ausgenommen. Mit einiger Erweiterung kommt sie mir fast vor, wie ein deutsches Venedig, wo man zumal an den Kanälen, jeden Kubikzoll Raum merkantilistisch für schweres Gold ausmißt.“ Den symbolgeladenen Begriffen „Enge“ und „Finsternis“ fügt er im nächsten Satz den verheißungsvoll gemeinten Begriff „Ellenbogenfreiheit“ hinzu: „Das mag recht gut für die Herren vom Komtoir sein: aber unser einer muß fürchten, alle Augenblicke mit dem Ellenbogen auf beiden Seiten anzustoßen.“ Er beendet den Absatz lehrbuchgemäß, indem er Licht beschwört und die Dunkelheit geißelt (passend zum Begriff „Enlightenment“, den die Engländer verwenden, wo die Deutschen von „Aufklärung“ sprechen): „Doch wird jetzt hier und da etwas niedergerissen und gelichtet; wenn man den Platz nur nicht wieder zur Dunkelheit verkauft.“ [35]

Es sind Aussagen wie diese, die Seume die Sympathie der sogenannte 1968er in der BRD eintrug. Sie (ich gestehe: wir) überlasen aus Begeisterung für den antikapitalistischen Aufklärer, dass er die Realität oftmals selektiv wahrnahm, durch die Brille seiner Vorstellungen von Relevanz und Wahrheit sah. Jedenfalls nicht ohne Vorurteil.

Hätte sich Seume besser informiert, dann hätte er erfahren: „…Wohnungsnot herrschte in Hamburg bereits zu Beginn der 1790er Jahre und wurde durch den 1759 einsetzenden Wirtschaftsboom von nie dagewesenem Ausmaßen insofern verschärft, als Wohnraum in Speicher umgewandelt wurde, den der Handel für den sprunghaft gestiegenen Warenumsatz benötigte.“[36] Mit anderen Worten: Gewinn bringender Speicherplatz statt unrentabler Mietwohnungen für oft zahlungsunfähige Hafenarbeiter, Wasserträger und „Zugehfrauen“. Die mussten im (damals tatsächlich „neo“-) liberal aufgeklärten Hamburg sehen, wo sie blieben. In den Hinterhöfen der sogenannten Gängeviertel.

Ohne es zu bemerken (oder anzumerken) ist Seume Zeuge des Beginns eines Prozesses geworden, der bis heute aktuell geblieben ist – und dessen Entlarvung ihm unter dem Strich sogar bessere Argumente gegen den „Merkantilismus“ geliefert hätte. Heute prägt kapitalistisches Profitstreben die räumliche und bauliche Struktur Hamburgs: In der „Auto gerechten Stadt“ (so das offizielle Motto der Stadtplanung in den 1960er und 1970er Jahre) wurde und wird Grund und Boden „umgewidmet“ zugunsten von Lagerraum, Büroer s, Einkaufsflächen und Vergnügungszentren. Seit Seumes Besuch sind ganze Wohnviertel planiert und „umgewidmet“ worden – ohne das sich die Planer und Planierer um den Verbleib der vertriebenen Menschen kümmerten. [37]

Schluß

Johann Gottfried Seume war ein überzeugter Apologet der „Aufklärung“. Sein Buch „Mein Sommer 1805“ zeugt von seinem Engagement, diese Idee zu verbreiten. Zur Wahrheit erklärt er alle seine Aussagen, wenn und weil sie dieser Idee dienen.

Eher amüsiert als überzeugt lesen wir denn auch von seinen Bemühungen, die Erfolge einer „aufgeklärten“ (schwedischen) Herrschaft aufzuspüren. Reichlich oberflächlich sind seine Beobachtungen, etliche Folgerungen sind schlicht falsch. Im Grunde erklärt uns Seume: Utopisch, zumindest realitätsfern ist die Vorstellung, Gesellschaften könnten sich nach Regeln der Vernunft organisieren. Schwarz sah Seume seine Zukunft und die Zukunft seiner deutschen Zeitgenossen.

Ein Licht am Ende des dunkeln Tunnels bot sich Seume objektiv gegen Ende seiner Reise. In der Republik (!) Hamburg. Dort nahmen ihn Menschen auf, deren Familien das „Projekt Aufklärung“ traditionell Bestandteil ihres Lebens und Wirkens war. In Hamburg konnte er sogar handfeste Folgen (positive wie negative) dieses bürgerlichen Engagements erleben. Seume hat sich, bewusst oder unbewusst, dazu entschieden, den Lichtblick zu ignorieren.

Einen Hinweis gibt Wolfgang Griep: „War er (Seume) auf der Italienreise der kauzige, lakonisch-ironische Solipsist gewesen, so kam er auf der nordischen Reise introvertiert-bedrückt daher.“[38] Vielleicht sollten sich einmal Psychologen für den aufgeklärten Wanderer Seume interessieren.

Epilog

Psychologen dürfte Seumes Hang zum „Namedropping“ interessieren. Auf Philologen wartet die Aufgabe, Seumes Texte auf die Namen von Persönlichkeiten zu durchsuchen, die sich in ihnen nicht finden lassen, obwohl sie sich eigentlich aufdrängen.

Auf das Fehlen von Hinweisen auf Christina Sophia Louise Reimarus wurde bereits hingewiesen. Ein zweiter Fall von Nichterwähnung ist Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 – 1803). Diesen Oden-Dichter hatte Seume einst vergöttert. Später, als kritischer Korrektor des Verlegers Georg Joachim Göschen, hat er ihn als arroganten Besserwisser erlebt. Seumes späte Rache: kein Wort zu Klopstock im Hamburger Abschnitt seiner Sommerreise. Dass er, wie seinerzeit unter Bildungsreisenden üblich, sein Grab in Altona besucht hat (wohl auf dem Weg nach Blankenese) verrät er erst etliche Seiten später. Im Zusammenhang mit der Reise-Station Halberstadt, wo er zum Grab „meines väterlichen Freundes und Wohltäters“ von Johann Wilhelm Ludwig (1719 – 1803) „wallfahrtete“: „Unten hatte ich an der Elbe an Klopstocks Grabe gestanden, und hatte dem Genius gehuldigt: hier ich tat ich mehr, opferte der reinen Herzlichkeit in heiliger Weihe“ [39]

Ausdrücklich umwandert – und somit immerhin erwähnt - hat Seume seinen damals noch lebenden Kollegen Matthias Claudius (1740 – 1815), der als Herausgeber des „Wandsbecker Bothen“ einst im Geiste Lessings als Aufklärer galt: „In Wandsbeck war ich Willens, Herrn Claudius meine Deferenz zu bezeigen; ich hörte aber, daß er sich jetzt ausschließlich mit sehr hohem Mystizismus beschäftigte, so dass er und ich gestört worden wären. Ich ließ ihn also in seiner Frömmigkeit, und wandelte in der meinigen weiter.“ [40]

Beiläufig liefert Seume in dieser Passage seines Werks Kritikern ein schönes Beispiel für sein Talent, als Dichter mit Wahrheit und Wahrhaftigkeit zu spielen. Es ist nämlich kaum vorstellbar, dass er erst unterwegs von der Konversion seines ehemaligen Gesinnungsfreundes erfahren haben will. Denn Claudius hatte sich bereits Jahre zuvor, im Zuge des „Fragmentenstreits“, auf die Seite der orthodoxen Lutheraner geschlagen.

Posthum hat die Geschichte Claudius für die Missachtung durch seinen Kollegen gerächt. Führt doch die – auch in Hamburg obligate - „Seumestraße“ ausgerechnet von der „Wandsbecker Chaussee“ in das „Dichterviertel“ des Stadtteils Eilbeck, der sogar zum Bezirk Wandsbeck gehört. Immerhinhat das Schicksal dafür gesorgt, dass in der Seumestraße ein Fachgeschäft residiert, das sich ganz und gar seinem „Göttertrank“ gewidmet hat[41]. „250 Biere“ heißt es und gehört einer diplomierten Literaturwissenschaftlerin. Sie kennt und schätzt selbstverständlich auch Johann Gottfried Seume.


Quellenliste

Fr. Clemens: Hamburg’s Gedenkbuch, eine Chronik seiner Schicksale und Begebenheiten vom Ursprung der Stadt bis zur letzten Feuersbrunst und Wiederbebauung. Band I und II, Hamburg 1844. Hier: Original-Nachdruck der Ausgabe von 1844, Ernst Kabel Verlag, Hamburg 1978

Jörg Drews: Seume Werke in zwei Bänden, herausgegeben von Jörg Drews unter Mitarbeit von Sabine Kyora, Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1993. Im vorliegenden Text wird unter dem Vermerk „Drews I“ auf den ersten Band Bezug genommen, unter „Drews II“ auf den zweiten Band.

Richard van Dülmen: Die Gesellschaft der Aufklärung: Fischer Taschenbuch, Frankfurt a.M, 1996

Matthias Gretzschel: Kleine Hamburger Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008 (korrigierte und erweiterte Auflage 2011)

Frank Hartje, Ariane Smith et.al. (Hg.): Die Beneke-Tagebücher, Erste Abteilung in vier Bänden: 1792 bis 1801, Wallstein Verlag, Göttingen 2012. Hier: Begleitband I „Bürger und Revolution“

Franklin Kopitzsch: Grundzüge einer Sozialgeschichte der Aufklärung in Hamburg und Altona. (Kurztitel: Aufklärung in Hamburg), Hamburg 1990

Franklin Kopitzsch und  Daniel Tilgner (Hg.): Hamburg Lexikon, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2010

Wolfgang Laur: Die Orts- und Gewässernamen der Freien und Hansestadt Hamburg, herausgegeben von Peter Laur und Friedhelm Debus, Wachholtz Verlag, Neumünster 2012

Bruno Preisendörfer: Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben.Verlag Galiani, Berlin 2012

Michael Rüppel und Walter Weber (Hg.): Adolph Freiherr Knigge in Bremen, Texte und Briefe, Bremen 1996

Dirk Sangmeister und Wolfgang Griep: Über Johann Gottfried Seumes Reise im Sommer 1805, Eutiner Bibliothekshefte 8, Eutin 2004

Siegrid Schambach: Aus der Gegenwart die Zukunft gewinnen, Die Geschichte der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2004

Werner Schneiders: Das Zeitalter der Aufklärung, Verlag C. H. Beck, München 1997

Erik Verg: Das Abenteuer das Hamburg heißt, Der weite Weg zur Weltstadt, Axel Springer Verlag, Hamburg 1982

Paul Wietzorek: Das historische Hamburg, Michael Immhof Verlag, Petersberg 2008

Zeitungen: Die Wochenzeit „Die Zeit“ und die Tageszeitung „Hamburger Abendblatt“. Beide erscheinen in Hamburg

 

Anmerkungen


[1] Drews I Seiten 724 bis 729

[2] Drews I S. 724

[3] Drews I S. 724

[4] Laur S. 126

[5] Nicht nur in Hamburg dominieren Banken das Zentrum – wie früher die Kirchen

[6] Drews I, S. 725

[7] Zum Thema “Kaiserhof” und Freimaurerei siehe: http://freimaurer-wiki.de (Suche: St. Georg zum Kaiserhof)

[8] Überhaupt gilt: wer mit den Worten „glaube ich“ eine Unsicherheit eingesteht, ist entweder ein sehr wahrheitsliebender Reporter - oder will sich als solcher darstellen. Mit einem ähnlichen Trick weckt Seume auch Zweifel am Realitätsgehalt der Gasthaus-Anekdote vom Weg nach Hamburg: sich auf einen Zeugen des Geschehens zu berufen ist sonst nicht gerade seine Art gewesen.

[9] Richard van Dülmen S. 55ff

[10] Drews II S. 129

[11]  Während der ganzen Nordlandreise war es ihm ein zentrales Anliegen die Vorteile vernünftigen Handels toleranter Herrscher aufzuspüren: wo der Zar regiert, geht es den Menschen schlecht, wo die Schweden das Sagen haben, leben sie in Freiheit und, laut Seume folgerichtig, in Wohlstand.

[12]  (Drews I S. 996).

[13] „Die Zeit“ Ausgabe 21/2013 vom 16. Mai 2013: „Die Ur-Zeit“).

[14] Zur Reimarus-Famile siehe Schambach und Kopitzsch/Tilgner : „Hamburg Lexikon“

[15] Gretzschel S. 75

[16] Zitat und Lied-Text: Gretzschel S. 75.

[17] Drews I 726

[18] Drews I 727

[19] Drews I 726

[20] Kopitzsch S. 657

[21] Koptizsch S. 661

[22] Kopitzsch S. 663

[23] Kopitzsch S. 667: Zitat eines Zeitgenossen (Benke)

[24] Ebenda

[25] Kopitzsch S. 653.

[26] Drews I S. 726

[27] Preisendörfer S. 11f

[28] Drews I S. 729.

[29] Hartje/Smith (Hg): Begleitband zur ersten Abteilung der Tagebücher von Ferdinand Beneke S. 352.

[30] Siehe Schambach und Kopitzsch / Tilgner (Hamburg Lexikon) und van Dülmen S. 70 ff

[31] Kopitzsch / Tilgner (Hamburg Lexikon) S. 531

[32] Siehe Schambach und Kopitzsch / Tilgner (Hamburg Lexikon)

[33] Drews I S, 726

[34] Drews I S. 728

[35] Alle Zitat in diesem Absatz: Drews I S. 725

[36] Hartje/Smith (Hg): Begleitband zur ersten Abteilung der Tagebücher von Ferdinand Beneke S. 329.

[37] Ein eindrucksvolles Beispiel für dieses Vorgehen liefert die Touristenattraktion „Speicherstadt“. In den Jahren 1885 bis 1913 wurden „fast 1.900 Häuser (…) auf den Brookinseln geräumt und abgerissen, mehr als 16.000 Menschen mussten sich andere Unterkünfte suchen. Für die Kaufleute war das kein großes Problem, sie bauten sich stilvolle Villen an der Alster oder in den elbabwärts gelegenen Vororten“ (Zitat aus: „Der Kaiser kam zu spät“, Hamburger Abendblatt vom 12./13. Oktober 2013)

[38] Sangmeister / Griep S. 21

[39] Drews I S. 732

[40] Drews I S. 725

[41] Mit den Worten „Hier in Znaym mußte ich zum ersten Mal Wein trinken, weil der Göttertrank der Germanen in Walhalla nicht mehr zu finden war“ bedauerte Seume im „Spaziergang nach Syrakus“ an der Grenze zwischen Böhmen und dem österreichischen Weinviertel (Drews I, S. 181).


 

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