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Literaturtipps

„Obolen“ titelte Johann Gottfried Seume zwei Sammlungen von Gedichten aus seiner Feder (beide vom Martini in Leipzig verlegt: erstes „Bändchen“ 1796, zweites „Bändchen“ 1798). Er wird dabei an das Kleingeld der alten Griechen gedacht haben: der Obolus war (laut Wikipedia) eine Silbermünze mit dem Wert eines sechstel Drachme.

„Obolen“ heißt auch das Mitteilungsblatt der „Johann-Gottfried-Seume-Gesellschaft zu Leipzig e.V.“ Gegründet wurde sie 1999 auf Anregung von Prof. Dr. Jörg Drews (1938-2009). Laut Satzung besteht ihr Zweck in der Pflege und Verbreitung des Andenkens an den Dichter Johann Gottfried Seume (1763-1810); sie konzentriert sich auf die Erforschung seines literarischen Werkes und seiner Wirkung und Nachwirkung, verbunden mit der Erforschung der Kultur- und Verlagsgeschichte im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts und in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. (Quelle: http://www.seume-gesellschaft.de/).

Mindestens einmal im Jahr erscheinen die „Obolen“, mit Nachrichten aus der Seume-Forschung und der Seume-Szene. Die meisten Beiträger liefern eher große Scheine: die Ausgabe Nr.25 (erschienen 2014) bietet beispielsweise unter anderem einen Blick in die erstaunlich große Handbibliothek, die J. G. Seume nach Syrakus schleppte.

Zum „Kleingeld“ zählen Literaturhinweise. Aus den „Obolen“ 24 und 25 stammen die folgenden Tipps:

Peitsch, Helmut, (Hg.): „Reisen um 1800, München“. In: Meidenbauer, 2012, S. 167-186.

Meyer-Thurow, Georg: „Johann Gottfried Seume in Knautkleeberg: ein Entrümpelungsversuch“. In: Leipziger Blätter 61/2012, S. 40-41.

Förster, Otto Werner: „Ich bin niemals Dichter gewesen“ In: Message -Internationale Zeitschrift für Journalismus, 3/2012.

Förster, Otto Werner: „Das Brack der Blindlinge und Kriechlinge (Zu Seumes 250. Geburtstag)“ In: TAZ. Die Tageszeitung, 29. Jan. 2013

Förster, Otto Werner: „Ich bin niemals Dichter gewesen ... Unterhaltsame literarische Spaziergange durch das alte Leipzig.“ Leipzig-Saarbrücken-Frankfurt, Verlag J. G. Seume, 2012

Fernow, Carl Ludwig: „Rom ist eine Welt in sich - Briefe 1789-1808“.  2 Bde. Hrsg. und Kommentare von Margrit Glaser und Harald Tausch. Göttingen: Wallstein 2013.

Mayer, Andreas: "Wissenschaft vom Gehen. Die Erforschung der Bewegung im 19. Jahrhundert" (Fischer-Verlag 2013).

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