Grimma-Hohenstädt: Das Landhaus von Georg Joachim Göschen in einem Stich aus dem 19. Jahrhundert.

1.8.2007
Seumiges im Internet


Der Redner Seume
Er ist Professor für Rhetorik an der Universität Fribourg (Schweiz), der Germanist Dr. Urs Meyer. Er hat Seume einen derart lesenswerten Internet-Auftritt verschafft, dass ich (Karl W. Biehusen) ganz neidisch geworden bin, als ich ihn eher zufällig fand: www.ursmeyer.ch/seume/ . Mit Daten und Fakten zum Leben, zum Werk und zur Literatur von und über Seume wendet sich der Schweizer zwar vornehmlich an wissenschaftlich interessierte Menschen, aber auch Laien profitieren von den ebenso übersichtlich wie logisch dargestellten Informationen. Über folgendes Werk bin ich auf diesen Auftritt gestoßen: „Urs Meyer: Politische Rhetorik. Theorien, Analysen und Geschichte der Redekunst am Beispiel des Spätaufklärers Johann Gottfried Seume, Paderborn 2001“. Es hilft (u.a.) Seumes Semantik zu begreifen: Seume orientierte sich als guter Aufklärer beim Schreiben offenkundig am gesprochenen Wort und erreichte auf diese Weise nicht nur die dünne Schicht der als gebildet anerkannten Leserinnen und Leser


Seume-Gesellschaft
www.seume-gesellschaft.de
Sie soll weiter ausgebaut werden, die Website der Johann-Gottfried-Seume-Gesellschaft zu Leipzig e.V. Sie postalisch zu erreichen unter der Adresse: Shakespearestr. 7, 04107 Leipzig. Vorsitzender der Gesellschaft ist Prof. Dr. Urs Meyer (siehe oben).

Seume-Verein "Arethusa"
www.goeschenhaus.de
Das ist die Website des Museums „Göschenhaus“ in Grimma-Hohenstädt bei Leipzig. Hier, in seinem Landhaus, hatte Georg Joachim Göschen (1752-1828) seinen Freund und Korrektor Johann Gottfried Seume schon zu Lebzeiten aufgenommen, hier wird er noch heute gewürdigt. Und hier ist der Sitz eines Vereins von Seume-FreundInnen: Internationaler Johann-Gottfried-Seume-Verein "Arethusa" e.V. Er hat 2003 die Gedenkstätte "Seume-Haus" (Markt 11, 04668 Grimma) eröffnet - in jenem Haus, in dem Göschens Druckerei stand und Seume arbeitete. Die Vorsitzende des Vereins ist Annett Höhne (Tel./Fax: +049 (0) 3437/702171).
E-Mail: SeumeArethusa@web.de

Neu und spannend: Goethezeitportal
Goethe hat seinen Kollegen Seume zwar nicht sonderlich geschätzt, aber im Internet sollten sie sich vertragen können. Unter www.Goethezeitportal.de ist zu erfahren, dass der Verein „Goethezeitportal“ als „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung und kulturellen Vermittlung von Literatur, Kunst und Kultur der Goethezeit auf medialer Basis e.V.“ gegründet wurde – und da kommt man ja wohl an Seume nicht vorbei. Deutlich ist die Nähe zum Ansatz von „Seume.de“, ein Forum für einen breiten Diskurs zu bieten. Das im Januar 2004 geöffnete virtuelle Portal in einen spannenden Abschnitt der Kulturgeschichte sieht sich als „Versammlungspunkt für die Kultur der Goethezeit [...] in welchem die aktuellen Forschungsergebnisse zusammengetragen, diskutiert und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden“. Der Sitz des Vereins ist München, der Präsident ist Prof. Dr. Georg Jäger und die Schirmherrschaft hat die Präsidentin des Goetheinstituts, Dr. Jutta Limbach, übernommen.

Seumeseite aus Österreich
www.Seume.at
Auf Seumes Spuren war Volker Rutte aus Graz unterwegs nach Syrakus. Er hat im Internet Tagebuch geführt und ist dabei, seine Erfahrungen in Tipps für Weitwanderer umzumünzen.

Projekt Gutenberg-DE
Aus Interesse an Literatur und Spass am Lesen füttern „Hiller+Partner“ aus Hamburg das Internet seit 1994 mit den Werken deutschsprachiger Dichter. Gutenberg.spiegel.de
führt unter andrem zu J. G. Seume. Verdient wird allenfalls an der CD-ROM-Fassung des Literatur-Archivs, das unter anderem 1.200 vollständige Romane, Erzählungen und Novellen enthält. Das Projekt war lange bei AOL zu Hause, seit März 2002 heißt der Kooperationspartner SPIEGEL ONLINE.


Miltiades
Seumes selten gedrucktes Trauerspiel „Miltiades“ hat Dietmar Sievers "für Leseratten" ins Netz gestellt (www.xml-biotop.de/zoneb/miltiade.htm) und wünscht sich „Links zum Projekt Gutenberg“. Was mit dem obigen Eintrag geschehen ist. Kommentare zu diesem Seume-Text wünscht sich K. W. Biehusen, denn er kann damit wenig anfangen.



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