|
Am 9. Juni 1864 dürfte es gewesen sein, an einem Freitag, da bekam Bremen ein Denkmal für Johann Gottfried Seume. Jedenfalls war noch am Tag zuvor in der Bremer Tageszeitung „Courir“ zu lesen gewesen, „das Medaillon, welches Hermann Allmers zum Andenken an die glücklich bewerkstelligte Flucht Seume’s“ gestiftet habe, werde „in diesen Tagen“ angebracht. (1) Bereits am 10. Juni meldete die „Weser-Zeitung“ Vollzug. Das Medaillon sei nunmehr in einer Mauer beim Arbeitshaus an der Herrlichkeit angebracht worden, in einer Einfassung aus hellgrauem schlesischen Marmor nach einer Zeichnung des Architekten Runge, erstellt im Atelier des Bildhauers Cropp. (2)
Das Denkmal, genauer: sein Nachfolger, steht noch heute (siehe Foto), nicht weit vom ursprünglichen Standort. In einer Grünanlage an der Straße „Am Werderufer“ auf der Weser-Halbinsel, die Bremens Altstadt von der Neustadt trennt. Als Stele mit einem Brustbild von Johann Gottfried Seume, versehen mit seinen Lebensdaten und dem Zusatz: „1783 wurde der Dichter auf seiner Flucht von Bremer Bürgern gerettet". Unweit des Standorts des Denkmals soll sich diese Tat ereignet haben.
Heute gilt nicht einmal als sicher, dass Johann Gottfried Seume seine Truppe auf der Rückfahrt von Amerika überhaupt heimlich verließ. Wenn doch, dann verlief die Flucht jedenfalls nicht so, wie er - beziehungsweise sein Freund Georg Joachim Göschen als Vollender seiner Autobiographie „Mein Leben“ – sie beschrieben hat. Zumindest war es nicht der Fluß namens Hunte, über den sich Seume ins Oldenburger Land rettete. Es war die Ochtum, die einen sackartig ins Bremische reichenden Zipfel Oldenburgs begrenzte. Beide Flüsse liegen auf der Neustadt-Seite der Hansestadt, am linken Weserufer – also gegenüber der Altstadt, in die sich der Deserteur angeblich geflüchtet haben soll.
Was immer Seume im Jahre 1783 in Bremen und mit den Bremern erlebt haben mag: 41 Jahre später beantragte der „Künstlerverein“ in Bremen beim „Hohen Senat“, der Regierung der ehrwürdigen Hansestadt, ein Seume-Denkmal an einem öffentlichen Gebäude auf der Halbinsel anbringen zu dürfen und führte aus: Dem ‚Künstlerverein’ hieselbst ist von seinem Freunde, dem bekannten Hermann Allmers zu Rechtenfleth ein treffliches Relief Brustbild des deutschen Dichters Johann Gottfried Seume in Bronze ausgeführt, geschenkt worden, mit der Bedingung, daß dasselbe entweder im Vereinslocale oder an einem öffentlichen Platze unserer Stadt aufgestellt werde, da Bremen ja in Beziehungen stehe zu den Schicksalen des Dichters wegen der durch Bremer Bürger beförderte Flucht desselben von hessischen Werbern im Jahre 1783.(3)
Hermann Allmers (1821- 1902)
Von Beruf war der Stifter des Seume-Denkmals Bauer. Erbe eines großen und reichen Hofes in Rechtenfleth, einem kleinen Dorf an der Unterweser zwischen Bremen und Bremerhaven, in den fruchtbaren „Marschen“, dem Schwemmland im Westen des heutigen, niedersächsischen Landkreises Cuxhaven. Von Berufung war Allmers Maler und Dichter. Er ist als Namensgeber vieler norddeutscher Schulen und Straßen bis heute bekannt, in einschlägigen Kreisen auch als Autor des heimatkundlichen Standartwerks „Marschenbuch“, als Texter des Studentenliedes „Dort Saaleck, hier die Rudelsburg“ und des romantischen Brahms-Liedes „Feldeinsamkeit“.
Seinen „Marschenhof“ in Rechtenfleth haben aufmerksame Nachlassverwalter, aktuell die „Hermann-Allmers-Gesellschaft“, so erhalten, wie Allmers ihn bei seinem Tode 1902 hinterlies: Von Vorne ein Bauernhaus, von Hinten klassiszistische Villa, vollgestopft mit Erinnerungen an unzählige bedeutende Freunde. Zu den bedeutenderen gehören der Naturforscher Ernst Haeckel (1834 - 1919), die Politiker Rudolf von Benningsen (1824 - 1902) und Maximilian Freiherr von Gagern (1810 - 1889), der Maler Franz von Lenbach (1836 - 1904) sowie die Dichter Victor von Scheffel (1826 - 1868) und Paul Heyse (1830 – 1914). (4) Das Archiv des Landkreises Cuxhaven, in Otterdorf, verwahrt die Reste der umfangreichen Korrespondenz des Heimatkundlers, Dichters und Bauern Allmers. Darunter etliche Briefe des Bildhauers Victor von Meyenburg.
Eigentlich sollte der Marschenhof eine Bildungsstätte für das Volk werden. Und vielleicht ist es dieser aufklärerische Impetus, der Allmers mit Seume am deutlichsten verbindet. Der Niedersachse hat in diesem Sinne womöglich nachhaltiger gewirkt, als der Sachse. So gehörte Allmers zu den ersten Förderern der Malerkolonie in Worpswede, als deren Mitglieder (Vogeler, Modersohn usw.) noch als Banausen verschrieen waren. Auf Allmers geht das sehenswerte „Morgenstern-Museum“ in Bremerhaven zurück und der Kunstverein in Bremen, damit auch die Kunsthalle, verdanken ihm viel.
Hermann Allmers stammte aus einer angesehenen Familie, die viele Bürgermeister und Deichvögte stellte. Auch Hermann Allmers war Kommunalpolitiker. Trotz eines deformierten Gaumens, eines Geburtsfehlers der ihm einen regelmäßigen Schulbesuch ersparte, hat er sogar in der „großen“ Politik mitgemischt. Und zwar als Agitator der bürgerlichen Bewegung, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Deutschlands Einheit als Republik anstrebte. Offenbar stammt seine Verehrung für Seume aus dieser Zeit als „48er“: Als ich im vorigen Oktober in Kassel war und spät abends die breiten Straßen und Plätze durchschlendernd plötzlich vor der dunkeln niederen Mauermasse der unvollendeten Kattenburg (5) stand, da war mir ein vortrefflicher Gedanke gekommen: für das Schand- und Blutgeld der verkauften zwölftausend Landeskinder sollte dieser riesige Palast gebaut werden – davon ein Würfelquader, das wäre der rechte Denkstein für Seume.(6)
Dieses Bekenntnis hat Allmers 1858 notiert, ein Jahrzehnt nach der gescheiterten Revolution von 1848. Verleugnet hat Allmers seine revolutionäre Jugend also nicht. Revolutionäre Ideen verblassten freilich allmählich zu einer eher nostalgischen Erinnerung, die in kleinem Kreise und in Briefen (vor allem an seinen Freund Theodor Menke) eine Rolle spielten - und einige seiner Freunde erschreckt zu haben scheinen. So fürchtete der Seume-Bildhauer Victor von Meyenburg (siehe unten), nach einer langen Briefpause im Jahre 1859, Allmers sei womöglich „im spionenbesetzten Neapel auf einer für Freiheit schwärmenden Rede erfasst“ worden (7).
Aber vielleicht war der Marschenbauer weniger politisch als begeisterungsfähig – und vorsichtig. Schon gegen Ende 1848 hatte er zu zweifeln begonnen: Die Revolution ist also nur halb, nur ein derber Ruck gewesen, der uns dahin gebracht, wohin wir schon 1830 wollten. Aber die Freiheit wird nicht untergehen, sie ist göttlich - also auch unsterblich. Und wer weiß, ob’s nicht gut ist, daß wir noch nicht gleich zur Republik gelangt sind und eine Übergangsperiode haben. Sind wir schon echte Republikaner. (7)
Mit der Anpassung an die realen politischen Verhältnisse bildete und bildet der Marschendichter Allmers freilich keine Ausnahme. Wie viele Zeitgenossen und Nachfahren blieb er im Grunde ein unkritischer Mitläufer des jeweiligen Zeitgeistes – und kann insofern nicht gerade als Nachfahre im Geist des deutlich unangepassteren Seume gesehen werden, den er verehrte.
Oder vielleicht doch? Von starken Führern, und seien es Fürsten, hat auch Seume das Heil der Nation erhofft, dessen Wohl im zunehmend am Herzen lag. Und was den Begriff „Republik“ betrifft, so bezeichnete Seume (wie seinerzeit durchaus üblich) im Gegensatz zu Allmers jeden „vernünftig“ regierten Staat – wie immer der Herrscher legitimiert war.
Außerdem hat Allmers „seinen“ Seume auch nicht nur als republikanischen Agitations-Kollegen gewürdigt, sondern auch als Mensch und Autor. Noch in der vierten Ausgabe des „Marschenbuchs“ (erschienen: Oldenburg 1902) schrieb er: Wer sollte ihn nicht lieben und hoch verehren, ebenso seines Charakters und seiner traurigen Schicksale als seiner Lieder wegen – den armen Seume?(8)
Wenn nicht als Revoluzzer, dann als vom Schicksal gebeutelter Dichter genoss Seume im 19. Jh. offenbar eine gewisse Volkstümlichkeit – und traf auch in dieser Hinsicht den Geschmack von Hermann Allmers. Der Autodidakt, der weder eine Schule noch eine Universität besucht hatte, gab sich selber gerne volksnah und gestand gelegentlich, dass ihm an archäologischen Exkursionen nicht zuletzt der übliche Umtrunk in geselliger Runde reizten. Immerhin, der philosophischen Fakultät der Heidelberger Universität war seine „seltene Begabung und Schaffenskraft“ einen Doktortitel honoris causa wert. Und er scheint seinen Seume auch inhaltlich so verstanden zu haben, wie dieser gesehen werden wollte: Ehrendenkmäler haben wir genug, dies (Anm.: das Denkmal in Bremen) wird nun einmal ein ernst mahnendes Denkmal einer Schmach und Schande jener Fürstenrasse sein, die noch heute ihr Blut nicht verleugnet.(9)
Verleugnen konnte Allmers freilich nicht, dass er den Beifall von Fürsten durchaus genoss - ein Widerspruch, der ihn sehr "seumisch" erscheinen lässt. Das Bronzerelief (in München gegossen) ist fertig und schon in Bremen und vortrefflich ausgefallen, daß es in München, wo es ausgestellt war, allgemeines Lob gefunden hat. Ebenso fand mein Vorhaben dort warme Anerkennung, und selbst König Max hat sich herzlich darüber gefreut.(10), notierte Allmers 1858.
Selbst wenn man bedenkt, das Maximilian II. von Bayern kein übermässig reaktionärer Fürst war, ist es verblüffend, in welchen Kreisen Seume verehrt wurde. Die Verehrung galt sicher nicht dem Revoluzzer Seume. Aber auch als Deutscher Nationalist konnte er dem König kaum sympathisch sein. Wohl aber Allmers: Nicht Seumes Person allein gilt jenes Denkmal, obwohl er zu den Edelsten und Besten seiner Zeit gehörte und ein echter deutscher Mann in der schönsten Bedeutung des Wortes war. Nein, vielmehr soll es dastehen als ein ernstes, mahnendes Denkmal an eine dunkle traurige Zeit voll Schmach und Erniedrigung.(11)
Wie interpretationsfähig Seumes Werk ist, demonstrierte Hermann Allmers indirekt auch in seinem zweiten großen Werk (als erstes gilt sein „Marschenbuch“): „Römische Schlendertage“. So nannte er seinen Erlebnisbericht aus Italien, wo er sich in den Jahren 1858 und 1859 aufgehalten hat (12). Der Titel erinnert zwar sicher nicht zufällig an Seumes „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“ (13) Und er enthält sogar ein Kapitel über Sizilien. Inhaltlich ähneln sich die Werke weniger.
Eher naive Begeisterung für das romantisch erlebte Italien als Kritik an herrschenden Zuständen oder auch nur Hinweise auf politische Verhältnisse sprechen aus den „Schlendertagen“. Dabei erlebte Allmers den Freiheitskampf der Italiener am Vorabend von Garibaldis Siegeszug hautnah – und hat seine Sympathie für die italienische Befreiungsbewegung sowie seine Vorbehalte gegen die überwiegend Österreich freundliche Haltung der Deutschen Künstler-Kolonie in Rom in Briefen an Theodor Menke sogar geäußert.
Allmers’ „Schlendertage“ trafen den Geschmack eines breiten Publikums und erlebten zwölf Auflagen. Das Buch erschien zwar erst 1869, aber schon im Sommer 1858 hatte sich der norddeutsche Dichter auf den Weg nach Italien gemacht – wenige Monate nachdem sein „Marschenbuch“ auf den Markt gekommen war. Mit diesem heimatkundlichen Werk profilierte sich Allmers als Pionier auf dem Gebiet der regionalen Historiographie – die er selber, wieder dem Zeitgeist entsprechend, eher als Teil der Nationalgeschichte sah. (14)
Mit dem „Marschenbuch“ ist das Denkmal in Bremen übrigens enger verknüpft, als mit den „Schlendertagen“: Vom Honorar wollte ich an der Stelle des Hunteufers, wo Seume entfloh (Wie oben vermerkt: Seume und / oder Göschen hatten ihn auf eine falsche Fährte gesetzt), ja einen Denkstein mit seinem Reliefbildnis errichten. ... Nun wird die Errichtung des Denksteins natürlich erst nach meiner Italienreise geschehen. (15)
Was war geschehen? Der Verleger hatte nicht nur den Text arg verstümmelt und verunstaltete, er ging umgehend Pleite und, was den Autor besonders schmerzte, er blieb ihm das Honorar schuldig.
Es gab noch jemanden, den die Verzögerung schmerzte. Den Schöpfer des Portrait-Reliefs, Victor von Meyenburg.
Victor von Meyenburg (1834-1893)
Kurz fällt die Notiz zu diesem Bildhauer im Künstlerlexikon „Thieme-Becker“ aus: Meyenburg, Victor von, Bildhauer, geb. 25.9.1834 Schaffhausen, gest. 16.2. 1893 in Dresden, Schüler von J. J. Oechslin u. Hugo Hagen, 1862 in Rom. Dekor. Arbeiten für Landesmus. u. Polytechnikum Zürich. Büsten: Maler L. Vogel u. Bürgermeister J. J. Heß im Kunsthaus Zürich. (16)
Und diese Angabe ist auch noch falsch: Nicht das Landesmuseum hat von Meyenburg verziert, sondern das sogenannte Museumsgebäude, das Palais der Museumsgesellschaft in Zürich am Limmatquai. (17) Sie hätte sich zur Vermeidung von Missverständnissen bei ihrer Gründung im Jahre 1834 wohl besser „Lesegesellschaft“ genannt. (18) Es handelte sich um eine jener Einrichtung, die sich im Verlauf und im Gefolge der Aufklärung des 18. Jh. Bürger vieler europäischer Städte leisteten, um Zeitungen und Bücher lesend und über die Lektüre „raisonierend“ die gesellschaftlichen, politischen und eigenen Verhältnisse zu begreifen.
Auch die lesfreudigen Intellektuellen in Zürich trieb also ein durchaus „seumischer Geist“. Außerdem hatten sie genügend Geld, sich ein eigenes Haus in bester Lage zu gönnen (und genügend Kaufmannsgeist, das Erdgeschoß an Ladengeschäfte zu vermieten). Das Gebäude wurde, nach einjähriger Bauzeit, 1867 fertig und existiert noch immer. Genauso wie die Museumsgesellschaft. In ihrem Archiv befinden sich die Bauakten – und darin einige Bemerkungen von und zu Victor von Meyenburg.
Er hat die zwei „Atlanten“ geschaffen, die den Haupteingang des Gebäudes flankieren. Auch die Medaillons stammen von ihm, die als eine Art Fries den ausgedehnten Komplex oberhalb des Erdgeschosses umzingeln. Sie zeigen Köpfe – teilweise fast karikierende Brustbilder von mehr oder minder exotischen Figuren mit merkwürdigen Kopfbedeckungen: Turban, Mütze, Hut ...
Freilich, bekannt hat ihn seine fröhliche Fleißarbeit nicht gemacht. Seinen Landsleuten scheint sein Werk nicht besonders am Herzen zu liegen. Von den Arbeiten dieses Künstlers haben sich jedenfalls im öffentlichen Raum von Zürich nur die Dekorationen an besagtem Gebäude erhalten. Dass seine Minnesänger-Statue „Hadloub“ 1990 einem Sturm zu Opfer fiel, hat bis heute kaum jemand bemerkt. Einschlägige Druckwerke bezeichneten die Statue noch 2003 als existent und standorttreu am „Platzspitz“. Einige kleinere Arbeiten von Meyenburgs verwahrt das Züricher „Kunsthaus“ - im Archiv.
Eines seiner Hauptwerke, die zu 2/3 lebensgroße Statue des Theseus, einen Stein hebend, kennt man selbst in der Geburtstadt des Künstlers, in Schaffhausen, nicht wirklich. Die Statue steht dort zwar im „Allerheiligen-Museum“ – aber in der naturkundlichen Abteilung. Als namenloses Beispiel dafür, was man aus Gips so alles machen kann. Unerwähnt bleibt auch ihr Schöpfer. Dabei hatte sich von Meyenburg so viel Mühe gegeben, wie er Hermann Allmers in seiner launigen Art mitteilte: Mein Theseus ist noch nicht ganz fertig; Ich weiß nicht ob es ihm vor 3000 Jahren beim Steinaufheben so warm geworden als mir jezt bei seiner Nachbildung (19)
Die Ignoranz der Schweizer gegenüber ihrem Landsmann verblüfft. Sie lässt sich womöglich aus der Tatsache erklären, dass Victor von Meyenburg einen großen Teil seines Lebens in Deutschland verbrachte. Vor allem in Dresden müsste er eigentlich an Gebäuden, in Museen und in Archiven eine breite Spur hinterlassen haben: Von 1869 bis zu seinem Tode hat er immerhin 24 Jahre lang in der Elbmetropole seinen Hauptwohnsitz unterhalten.
Doch in Dresden scheint der Bildhauer noch unbekannter zu sein, als in Zürich und Schaffhausen. Nach den bisherigen Recherchen hat sich hier keine einzige Meyenburg-Arbeit erhalten. Selbst die Häuser, in denen der Künstler mit seiner Frau Constance und einer wachsenden Kinderschar wohnte, sind allesamt im zweiten Weltkrieg zerstört worden. Löbtaustraße 1: Ein Trümmergrundstück. Feldgasse 8 (wo er sein erstes Haus kaufte) Plattenbauten. Ammonstraße 4 und 7: Grünstreifen an einer Schnellstraße. (20) Immerhin, die Kreuzkirche ist wieder errichtet worden, in der etliche Meyenburg-Kinder getauft wurden. (21)
Spuren hat von Meyenburg an der Elbe nur in (wenigen) Akten hinterlassen: Im Dresdner Stadtarchiv findet sich in dem noch nicht katalogisierten Teil des Ratsarchivs der Hinweis, dass ihm am 25. April 1871 die Bürgerrechte der Stadt zuerkannt wurden. Und das Kirchenbuchamt des Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeindeverbands bewahrt die Akten über fünf Taufen und eine Hochzeit von Kindern des Künstlers auf. Sicher ist danach (und laut Familienchronik), dass er neun Kinder hatte, von denen acht erwachsen wurden.
Außerdem findet sich beim Kirchenbuchamt in Dresden ein Auszug aus dem Bestattungsregister. Danach ist Victor Franz Anselm von Meyenburg aus Schaffhausen, „Bildhauer hier, reform(ierter) Christ“, in Dresden am 16. Februar 1893 um fünf Uhr morgens verstorben. Die Todesursache ist nicht vermerkt.
Immerhin, eine (hier erstmals angezapfte) Quelle sprudelt in Form von Briefen im Allmers-Nachlass. Und eine zweite in der Schweiz. Auf dem Weingut „Die Schipf“ in Herrliberg am Zürichsee. Dort steht, von Reben gesäumt, sogar eines der wichtigsten Werke des Künstlers, zudem das einzige in Dresden entstandene und erhaltene: die lebensgroße Bronze-Statue eines jungen Mädchens mit einem Krug in der Hand. „Die Wiese“ symbolisiert den Fluß gleichen Namens, den der Schweizer Dichter Hebel in allemanischer Mundart besang.
Hausherr der „Schipf“ ist Kaspar von Meyenburg, ein Mikrobiologe, der seinen Lehrstuhl in Kopenhagen zu Gunsten der Landwirtschaft verließ. Er ist ein Urenkel des Bildhauers und verwahrt außer etlichen Werken seines Vorfahren auch das Typoskript der Familiengeschichte, verfasst von seinem Vater. Dessen Vater, Victors Sohn Hanns, hat sich um die Familienforschung verdient gemacht: Die Chronik „Die Schipf in Herrliberg“ erschienen 1957 in Zürich.
Bei aller Vorsicht gegenüber dem Wahrheitsgehalt von Familienchroniken lässt sich auf ihrer Basis, aufgrund der Angaben aus den genannten Nachlagewerken und seinen Briefen an Hermann Allmers die Lebensgeschichte Victor von Meyenburgs rekonstruieren:
Er ist am 25. September 1834 in Schaffhausen geboren (22). Als neuntes von zehn Geschwistern und als Sprössling einer außerordentlich angesehenen Familie, deren Stammvater ein Arzt war, der 1706 vom Kaiser in den Adelsstand erhoben worden war. Seine Nachkommen stellten in Schaffhausen sowohl Ratsherren als auch etliche Bürgermeister. Dieses Amt hatte sogar Victors Vater inne, Anselm Franz von Meyenburg (1788-1864), – bis er auf ungeklärte Weise verarmte und sein Brot fern der Familie verdienen musste.
Victor von Meyenburg verbrachte nach dem familiären Unglück Kindheit und Jugend bei seiner verheirateten Schwester Sophie (1818-1870) im Zürcher Dörfchen Weiach. Bis er eine zweijährige Lehre als Bildhauer begann. Der Schaffhausener Maler und Bildhauer Johann Jacob Oechslin (1802-1873) war sein erster – und entscheidender – Meister.
Oechslin gilt als ein volksnaher Künstler, der seinen Werken einen Schuss Realismus und Humor mitgab, Züge, die die oft eher pathetischen Arbeiten vieler Zeitgenossen vermissen lassen. Seinem Schüler scheint dieser fröhliche, gelegentlich satirische, Zug entgegen gekommen zu sein. In München, wo er ab 1852 die Akademie besuchte (und Hermann Allmers kennenlernte) soll er sich in Zeichnungen im Stile von Wilhelm Busch, Oberländer und Spitzweg versucht – und gehungert haben: Später erzählte er etwa seinen staunenden Kindern, dass es in dem höchst bescheidenen Wirtshaus, wo er sein Mittagessen einnahm, keine Teller gab, sondern nur napfartige Aushöhlungen in der Tischplatte; das Besteck war an Ketten befestigt. Die Suppe wurde mittels einer Spritze in den Napf «serviert» und alsbald wieder aufgezogen, wenn der Zehner dafür nicht prompt erlegt wurde.(23)
In Berlin bildete sich Victor von Meyenburg bei Hugo Hagen weiter (einem wichtigen Mitarbeiter Christian Rauchs) und blieb zeitlebens dem realistisch gemilderten Klassizismus seiner Lehrer verpflichtet. So urteilt jedenfalls der Kunsthistoriker Dieter Ulrich aus Zürich – einer der wenigen Fachleute, die sich mit diesem Künstler befasst haben. Diesen Experten für die Schweizer Bildhauerkunst des 19. Jh. wundert es gar nicht, dass sich der junge Victor von Meyenburg als Schüler des volksnahen Oechslin dem durchaus erdverbundenen norddeutschen Bauern Hermann Allmers anschloss. Als sich die Beiden im September 1858 in München wieder trafen, fanden sie sogar zum vertraulichen „Du“ – der 37jährige Bauer und der 22jährige “liebenswürdigste Junge“.
Von Meyenburg beendete seine Ausbild in Rom. Wann und wie lange, lässt sich nicht feststellen. Aber „1863 läßt sich Victor in Zürich nieder, und eröffnet im Künstlergut ein Atelier“.(23) Es scheint, er hat vor allem von den Zinsen des erheirateten Vermögens gelebt. Und von öffentlichen Aufträgen: 3.000 Franken brachten ihm beispielsweise die Arbeiten für den Neubau der Museumsgesellschaft ein. Auf eigene Kosten hat er den Minnesänger „Hadloub“ in Stein gehauen und der Stadt geschenkt, deren Bürger er geworden war. Aber diese Werbeaktion hat sich nicht sonderlich gelohnt: Als Künstler kam Victor von Meyenburg in dieser, seinerzeit arg provinziellen Stadt nicht wirklich auf einen grünen Zweig. Gelohnt, auch materiell, haben sich führ ihn die Jahre in Zürich dennoch.
Fällt doch in diese Zeit das Ereignis, das selbst seine Nachkommen als die größte Leistung ihres Vorfahren betrachten: Victor von Meyenburg heiratete in eine der wohlhabendsten Industriellen-Familien der Schweiz ein. Constance von May ist Geboren 16. Januar 1844 in Bern als letzte von drei Töchtern des Berner Patriziers und Anwalts Anton Rudolf Friedrich von May (1808 - 1875) und seiner Frau Anna-Barbara, genannt Nanny (1816 - 1861), der jüngeren Tochter von Hans Caspar Escher - von Muralt (1755 - 1859) aus Zürich, Gründer der Baumwollspinnerei und Maschinenfabrik Escher-Wyss in der "Neumühle", Besitzer des "Felsenhofes" in Zürich und der „Schipf“ in Herrliberg. (24)
Constances Vater, Friedrich von May, wurde Geschäftsführer des Unternehmens, dessen gewaltiges Bürogebäude in Zürich heute von der Kantonsverwaltung genutzt wird. Im Allmers-Nachlaß findet sich ein Billett, in dem Victor sehr förmlich meldet: Monsieur Victor de Meyenburg a l’honneur de vous faire part de son futur mariage avec Mademoiselle Constance de May. Zuric, Avril 1866. (25)
Die Trauung fand am 20. September 1866 in Herrliberg statt. Drei Jahre später sehen wir das Ehepaar in Dresden. Die Schipf-Chronik nennt für den Umzug berufliche Gründe des Bildhauers: Da ihm Kunstverständnis und Enfaltungsmöglichkeiten in der Heimat eng beschränkt erschienen ... entschließt er sich ... 1869 zur Übersiedlung nach der „königlich sächsischen Haupt- und Residenzstadt“ Dresden, die zu seiner Künstlerheimat wird. (26)
Absicht oder nicht: der Begriff „Künstlerheimat“ suggeriert, dass Dresden der Familie nie zur Heimat im weiteren Sinne wurde. Sie blieben Schweizer. Mit ihren Kindern reiste Constance jeden Sommer an den Zürichsee, auf das Gut, das sie später erben sollte. Victor kam im Herbst, um bei der Weinlese zu helfen.
Der Blick ins Dresdner Kirchenbuch lässt vermuten, dass die von Meyenburgs an der Elbe kaum gesellschaftlichen Anschluß fanden, womöglich auch nicht suchten: Die Taufpaten der fünf hier geborenen Kinder rekrutieren sich überwiegend aus den Familien ihrer Eltern. Die Paten lebten zumeist in der Schweiz und konnten oftmals gar nicht selber an der jeweiligen Taufe teilnehmen. Nur ein Dresdner Name taucht mehrmals auf: Carl Andreä (1823-1904) trat als Stellvertreter für abwesende Paten an, einmal ist dieser „Historienmaler hier“ sogar selber Pate, einmal seine Frau.
Dass ein Künstler-Kollege von Meyenburg in Dresden offenbar am nächsten stand, deutet nicht gerade auf einen breiten Bekanntenkreis der Familie hin. Dass dieser Maler-Freund Gründer des „Verein(s) für christliche Kunst“ war, verweist auf Constances Interessen. Sie gehörte dem religiös-sozialen Umfeld des Württemberger Pfarrers Christoph Boll an, den sie häufig besuchte. (27) Er gehörte nebst seiner Frau auch zu den Paten von Meyenburg-Kindern.
Dass Victor von Meyenburg über Carl Andreä vermutlich wieder mit Julius Schnorr von Carolsfeld in Verbindung trat (28) hätte seinen Freund Hermann Allmers interessieren müssen – und sei es, um einen Irrtum zu korrigieren. Er hatte nämlich einst Julius Schnorr von Carolsfeld mit dessen Vater, dem Seume-Freund Hanns Veit von Carolsfeld verwechselt.
Schluß
Die Geschichte der Verwechslung führt mich zum Schluß noch einmal zum Seume-Denkmal. Als Vorlage für das Medaillon hatte dem jungen Künstler offensichtlich nur ein Brustbild Seumes zur Verfügung gestanden. Es zeigt den Dichter als nachdenklich bis skeptisch dreinblickende jungen Mann von etwa 30 Jahren - mit Oberlippenbart und einem auffälligen Pelzkragen. Diese Darstellung Seumes haben etliche Künstler variiert. Die Vorlage stammt von Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld (1764-1841), dem besten Freund des Portraitierten. Es ist inzwischen verschollen, kann Victor von Meyenburg aber durchaus vorgelegen haben.
Unmöglich jedoch ist die implizite Behauptung Allmers', der Seume-Freund habe sich selber zu dem Relief oder dessen Entwurf äußern können: Dem alten Professor Schnorr von Carolsfeld in Dresden, welcher Seume selbst gekannt und gemalt hat und noch immer in warmer Liebe verehrt, haben von Meyenburg und ich einen Abguß des Kopfes hingesandt; begleitet von einem gemeinschaftlichen Briefe; denn nach Schnorrs Originalzeichnung ist das Reliefportrait modelliert, und keiner nimmt größeren Anteil an der Sache als er - das beweisen seine wahrhaft rührenden Briefe an Meyenburg. (29)
1857 war Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld schon 16 Jahre lang tot. Es war sein Sohn, der weitaus bekanntere Romantiker Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 -1872), den Victor von Meyenburg auf der Suche nach „Quellen“ angeschrieben hatte. Mit Erfolg, wie er am 27.10.1857 berichtete: [...] heute ist nun eine Antwort von J. Schnorr von Carolsfeld eingetroffen, in welcher er mir seine Freude über Ihr Unternehmen ausdrückt, jedoch bedauert, mir zu keinen weiteren Mitteln verhelfen zu können. Schnorr schreibt mir von dem bekannten Bilde folgendes: „In der Zeit, als sie ent- standen (30) galten sie für außerordentlich ehrlich, und ich erinnere mich des Mannes, dem auch ich als meinem Vorbild strenger Rechtschaffenheit und sittlichen Ernstes unaussprechlich viel zu danken habe, deutlich genug, um dieses Urtheil bestätigen zu können. (31)
„Außerordentlich ehrlich“, „Vorbild strenger Rechtschaffenheit und sittlichen Ernstes“: So wurde Johann Gottfried Seume im 19. Jh. in der Regel gesehen und beschrieben, als man ihn mit den Attributen „Natur-, Menschen-Vaterlandsfreund. Raue Schale, Edler Kern“ versah.(32) Der Künstler hat diese Züge offenbar getroffen – und liefert uns mit dem Bericht über diese Leistung einen Hinweis, wie lebendig die Erinnerung an Seume Mitte des 19. Jahrhudnerts offenbar noch gewesen ist. Es sei zwar, schreibt Victor von Meyenburg während der Arbeit an dem Medaillon: [..] eine schwi- rige Aufgabe für mich nach dem kleinen en face über Lebensgröße zu arbeiten; das Medaillon ist aber schon längst so ähnlich, daß Leute, die sonst nicht von meiner Arbeit gewußt haben, beim ersten Anblick sagten: „ah das ist Seume!“ – (33)
Anmerkungen
1.: Courir, Bremen 08.06.1864 2.: Weser-Zeitung, Bremen 10.06.1864 3.: Bremer Staatsarchiv, 2-P.3.13.2b, Antrag vom 18. Januar 1864, Anlage zum Senatsprotokoll vom 20. Januar 1864. 4.: Siebs 1915, S. 171 5.: Seumes Peiniger, Kurfürst Wilhelm I von Hessen-Kassel, der ihn nach Amerika verschleppen ließ, hatte als Ersatz für sein 1811 zerstörtes Residenzschloss 1820 den Grundstein für ein Schloß gelegt, das nie fertiggestellt wurde. Das Baumaterial der neuen „Zwingburg“ standen offenbar zum Verkauf. 6.: Siebs 1915, S. 170. Offenbar hat Allmers schon damals an eine Stele gedacht, wie sie heute zu sehen ist. 7.: Brief Meyenburg an Hermann Allmers, 24.12.1859“ (aus Berlin). 8.: Allmers: Marschenbuch, 4. Auflage, Oldenburg 1902, S. 411. 9.: Siebs 1915, S. 259. 10.: Brief Allmers an Theodor Menke, Rechtenfleth 1. Juni 1858. laut Schulz 1968 S. 74 ff. 11.: Brief Allmers an die „Hausgenossen“, Sept. 1858, laut Schulz 1968, S.81 12.: Allmers: „Römische Schlendertage“, Oldenburg 1869 (Erstausgabe) 13.: Seume, Johann Gottfried: „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“, Braunschweig-Leipzig 1803 (Erstauflage) 14.: Siehe Axel Behne: Einsame Morgengänge durch die Trümmerwelt Roms, Hermann Allmers begegnet den Altertümern Italiens. In: Schön 1998 B15.: Brief Allmers an Theodor Menke, Rechtenfleth 1. Juni 1858. Schulz 1968 S. 74 ff. 16.: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Leipzig 1930, S. 460. 17.: Rudolf Diggelmann; „Zur Baugeschichte der Museumsgesellschaft“ In: Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2002 S. 325 ff 18.: „Es zeugt vom Selbstbewußtsein der Gründer, dass sie ihre Lesegesellschaft nach dem MUSEION in Alexandrien, der größten Bibliothek der Alten Welt, benannten“. ebenda S. 326 19.: Brief Meyenburg an Allmers vom 17. Mai 1858 20.: Quellen: Sächsisches Hauptstaatsarchiv (Adressenverzeichnis) und Stadtarchiv Dresden (Ratsarchiv) 21.: Quelle: Taufregister der Kreuzkirche, Kirchenbuchamt des Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeindeverbands Dresden 22.: Hanns von Meyenburg S. 115 23 Hans von Meyenburg S. 8 24 ebenda S. 13 25.: Nachlass Hermann Allmers 26.: Hans von Meyenburg S. 20 27.: Hanns von Meyenburg S.120 28.: Ludwig Richter und Schnorr von Carolsfeld werden von Adreäs Nachkommen als dessen engere Dresdner Freunde bezeichnet. Quelle: www.familien-zimmermann.de 29.: Siebs 1915 S. 171 30.: Offenbar war in dem Schreiben, aus dem von Meyenburg hier zitiert, von mehreren Seume-Portraits die Rede gewesen 31.: Meyenburg, Brief an Allmers vom Ende Oktober 1857 32.: Tafel am Nachfolgebau von Seumes Geburtshaus in Poserna, angebracht vom Leipziger Buchhändler Keil Mitte 19. Jh. 33.: Fortsetzung des Briefes vom Ende Oktober 1857
Quellen
1.: Literatur Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler (Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker), Leipzig 1934
Hermann Allmers: Marschenbuch. Neudruck der Erstausgabe (Gotha 1858), herausgegeben und ergänzt von H. Th. Wenner, Osnabrück 1979
Hermann Allmers: Römische Schlendertage. 11. Auflage, Oldenburg 1904
Axel Behne und Oliver Gradel (Hg.): Mensch sein und den Menschen nützen. Hermann Almers und seine Künstlerfreunde Rechtenfleth 2002
Axel Behne: Einsame Morgengänge durch die Trümmerwelt Roms, Hermann Allmers begegnet den Altertümern Italiens. In: Schön 1998
Rudolf Diggelmann: „Zur Baugeschichte des Hauses der Museumsgesellschaft“ in: Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2002.
Rudolf Koop: Haeckel und Allmers. Die Geschichte einer Freundschaft. Bremen 1941
Hanns von Meyenburg: “Die Schipf in Herrliberg“, Zürich 1957.
Hans von Meyenburg: „Schipf-Chronik - Victor + Constance von Meyenburg und ihre Kinder 1834-1972“. Unveröffentlichtes Typoskript im Besitz der Familien von Meyenburg
Mathias D. Schön (Hg.): Hermann Allmers und das Altertum. Bremerhaven 1998
Kurd Schulz (Hg.): Hermann Allmers: Werke. Göttingen 1965
Kurd Schulz (Hg.): Hermann Allmers: Briefe. Göttingen 1968
Schweizerisches Künstler-Lexikon, Frauenfeld 1908
Theodor Siebs: Hermann Allmers, Sein Leben und Dichten unter Benutzung seines Nachlassen, Berlin 1915.
Johann Gottfried Seume: Werke (3 Bde), Band 1 und 2 Hg. Jörg Drews, Frankfurt 1993, Band 3 (Briefe) Hg. Jörg Drews und Dirk Sangmeister. Frankfurt am Main 2002
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802, Hg. und kommentiert von Albert Meier, München 1994
Seume Johann Gottfried: Mein Sommer 1805, Hg. Jörg Drews, Frankfurt am Main 2002.
Johann Gottfried Seume: Mein Leben, nebst Fortsetzung von G. J. Göschen und C. A. H. Clodius. Hg.: Jörg Drews. Stuttgart 1991
2. Zeitungen Courir, Bremen 08.06.1864 Dresdner Geschichtsblätter 3/1893 Weser-Zeitung, Bremen 10.06.1864 Weser-Zeitung, Bremen 24.07.1963
3. Sonstiges Archiv des Landkreises Cuxhaven in Otterndorf (Nachlass Hermann Allmers, 2.3 / Meyenburg) Hochschule für Bildende Künste, Dresden, Hochschularchiv Kirchenbuchamt des Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeindeverbands Dresden Kunsthaus Zürich Museum Allerheiligen Schaffhausen Museumsgesellschaft Zürich, Archiv Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft Staatsarchiv Bremen (2-P.3.13.2b) Stadtarchiv Dresden (Ratsarchiv) Sächsisches Haupt-Staatsarchiv, Dresden Staatsarchiv des Kantons Zürich
|