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Pünktlich zweihundert Jahre nach Johann Gottfried Seumes Tod sind zwei neue Bücher über ihn erschienen. Mit dem Geständnis, bislang nur eines der beiden Bücher in der Hand gehalten zu haben, vermelde ich diese Erweiterung der Literaturliste zum Thema Seume.
Freund Münchhausen Robert Eberhardt: Seume und Münchhausen. Mit dem kommentierten Neudruck der "Rückerinnerungen" von 1797. Mit bisher unveröffentlichen Quellen und Bildmaterial. Wolff Verlag, 19,90 Euro, Schmalkalden 2010, ISBN: 978-3-941461-03-1.
In Halifax war es, wo der Soldat Johann Gottfried Seume den Leutnant August Heino von Münchhausen-Oldendorf (1759-1836) in die Geheimnisse der Poesie einführte. Sie wurden Freunde, sie haben sich zeitweise aus den Augen verloren und sie haben sich nicht immer geschätzt. Aber sie haben sich auch später getroffen, geschrieben und beschrieben. Robert Eberhardt, Nachwuchs-Autor und –Verleger hat sich dieses Themas angenommen.
Aus Seumes Welt Heide Hollmer (Hrsg.): Johann Gottfried Seume, Aus meiner Welt. Ein Spaziergang. Mit Abbildungen, dtv 8,90 Euro, München 2010, ISBN: 978-3-423-13888-8. Was hat Seume zum Thema Krieg geschrieben? Was über Vater Staat und „Mutter Kirche? Was hat er zum Lob des Butterbrots hinterlassen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt Heide Hollmer, die Seume-Fans u.a. als Redakteurin des Seume-Bands in „Text+Kritik“ (Heft 126 von 1995) kennen. Sie hat Seumes Werke (wie sie in zwei Bänden und einem Briefband in der „Bibliothek Deutscher Klassiker“ vorliegen) nicht nur aufmerksam gelesen. Sie hat Bekenntnissen („Frauen, Küsse und andere Geständnisse“) und Erkenntnissen („Wie ich wurde, was ich bin…“) herausgefiltert, in Kapitel gebündelt, in Auszügen veröffentlicht und mit einem Nachwort versehen.
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