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Am 2.Advent war es soweit: der Seume-Literaturpreis wurde an die Schriftstellerin Helga M. Novak für ihr Gedichtband „wo ich jetzt bin“ verliehen. Der Preis, der vom Johann-Gottfried-Seume-Verein „Arethusa“ e.V. Grimma und der Sparkasse Muldental alle zwei Jahre vergeben wird, ist mit 3000 Euro dotiert und wurde in einer öffentlichen Festveranstaltung am 5. Dezember 2009 im Rathaussaal Grimma vergeben. Da die 1935 geborene Autorin krankheitsbedingt den Preis nicht selbst annehmen konnte, wurde von der Vorsitzenden des Seume-Vereins, Annett Höhne, und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Heidrun Naumann, die Urkunde einem der Juroren, Dr. Thomas Frantzke überreicht.
Bei der fünften Auflage des Seume-Literaturpreises, der 2001 das Licht der Welt erblickte, ist erstmals eine Frau ausgezeichnet worden. Die Jury, Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk (Saarbrücken / Leipzig), Dr. Thomas Frantzke (Leipzig) und der Preisträger von 2007 Andreas Reimann (Leipzig) haben einstimmig für Helga M. Novaks gestimmt.
Das Werk dieser in der deutschen Literatur immer noch viel zu selten gelesenen Autorin ist geprägt von der eigenen Heimatsuche: Novak hat nicht nur die DDR-Bürgerschaft zwangsweise verloren, sondern auch im vereinigten Deutschland die Aufenthaltsberechtigung; sie lebte in Island und heute in Polen und bei Berlin, reiste immer wieder durch die Welt. Daneben zeichnet sich das Werk durch die messerscharfe, oft sprichwörtlich an die Nieren gehende Gesellschaftsanalyse aus, ungeachtet der politischen Systeme. Damit steht Helga M. Novak in der direkten Nachfolge mit dem Namensträger des Preises, Johann Gottfried Seume.
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