„Eines merkt man hier bald. Zum Politisieren ist wohl kaum ein Ort in Europa weniger geeignet, als Rom“: diese Beobachtung von Hermann Allmers, veröffentlicht 1869 in seinem Buch „Römische Schlendertage“, verblüfft. Hat er sie doch während seines Aufenthalts in Rom 1858/1859 notiert, auf einem Höhepunkt der womöglich dramatischsten Epoche der Geschichte Italiens, dem sogenannten Risorgimento. Und der Autor war nicht nur Schriftsteller und Bauer, sondern auch Politiker. Allmers hat in seiner norddeutschen Heimat zu den Aktivisten der Demokratiebewegung gehört, die 1848 zur Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche führte.
Der folgende Aufsatz beleuchtet die Haltung Hermann Allmers‘ als durchaus politisch denkender (und sogar handelnder) Autor und die historischen, gesellschaftlichen und politischen Hintergründe, die er in Italien vorgefunden hat. Er stammt aus: Axel Behne (Hg.): Innen und Aussen – Heimat und Fremde, Hermann Allmers als Modell (Bremerhaven 2008).
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